NEOS – kleine, aber aggressive bürgerliche Fraktion

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Stronach hatte eine, Haselsteiner hat noch eine: Jedem G’stopften seine Partei, ist die Devise in der bürgerlichen Politik

In harmlos wirkendem zartrosa gehüllt quälen uns einmal mehr die NEOS des Großkapitalisten Hans-Peter Haselsteiner mit aggressiver kapitalistischer Politik. Die bekanntesten Kandidat_innen wie Parteivorsitzenden Matthias Strolz oder Beate Meinl-Reisinger sind altgediente ÖVP Parteikader und auch Möchtegern-Bundespräsidentin Irmgard Griss ist ebenso wie das Wahlprogramm der NEOS nicht all zu weit von der ÖVP entfernt.

Kein Wunder, dass Haselsteiner recht empört war, als ihm Wastl K. nun vorwarf, er finanziere „heimlich“ die SPÖ. So heruntergekommen kann die österreichische Sozialdemokratie sein – von ihrer proletarischen Herkunft her hat sie kein Taschengeld vom Onkel des österreichischen Liberalismus zu erwarten.

Inhaltlich gibt es etliche Grauslichkeiten bei den NEOS: 12-Stunden-Tag, verpflichtende prokapitalistische Ideologieschulungen an den Schulen, rasche Abschiebung von abgelehnten Asylwerbern, Aufweichung von Kollektivverträgen und Arbeitsgesetzen, Aufrüstung für die EU-Armee und Stärkung von Polizei und Geheimdiensten – um nur einige zu nennen. Das alles ist nett verpackt und absolut kompatibel mit den politischen Programmen von ÖVP und FPÖ. Damit machen sich die NEOS für die herrschende Klasse austauschbar und entbehrlich zugleich. Es ist also durchaus denkbar, dass die NEOS – ebenso wie ihre Vorgängerpartei Liberales Forum – nach der Nationalratswahl 2017 wieder in der Versenkung verschwindet.