Marxistischer Studienzirkel (MSZ)

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So, wie es ist, darf es nicht bleiben: Weltweit stößt der Imperialismus Milliarden Menschen in Hunger, Elend, Obdachlosigkeit. Bedenkenlos werden aus Profitgier die Natur und damit die Lebensbedingungen der Menschheit zerstört. Dieser Raubbau führt zu Katastrophen wie Waldbränden, dem Auftauen der Permafrostböden, dem Schmelzen der Gletscher und Pole, der Entstehung von Pandemien.

In den imperialistischen Metropolen kann es sich eine kleine reaktionäre Minderheit leisten, gegen Impfungen mobil zu machen oder den Einfluss der kapitalistischen Produktionsweise auf die Naturzerstörung zu leugnen. Für die ausgebeuteten Massen auf allen Kontinenten hingegen ist es eine Überlebensfrage, medizinische Versorgung für alle zu schaffen und der Vergeudung und Zerstörung der natürlichen Umwelt und Ressourcen Einhalt zu gebieten.

„Was tun?“ – diese Frage warf schon 1863 der russische Schriftsteller Tschernyschewski auf. Ein anderer russischer Revolutionär, Wladimir Iljitsch Lenin, wählte diese Fragestellung bewusst als Titel einer 1902 veröffentlichten Broschüre, in der er die Notwendigkeit einer straff organisierten revolutionären Arbeiter*innenpartei begründete.

„Was tun?“ – diese Frage stellen sich heute weltweit Millionen, ja Milliarden hauptsächlich junger Menschen, die nicht zusehen wollen, wie der Kapitalismus ihren Planeten und ihre Zukunft zerstört.

Als Marxist*innen sagen wir, dass nur der Sturz dieser auf Ausbeutung beruhenden Gesellschaftsformation die Probleme der Menschheit lösbar macht. Lösbar deswegen, weil der Kapitalismus eine Politik der verbrannten Erde betreibt. Es wird für die kommenden Generationen eine schwierige Aufgabe sein, die Umweltverbrechen, die gesundheitlichen Verwüstungen, die Folgen von Kriegen und Massenvertreibungen so weit wie möglich rückgängig zu machen. Die gemeinschaftlich, planmäßig demokratisch organisierte Wirtschaft einer sozialistischen Gesellschaft muss so gestaltet werden, dass sich die Natur (deren Teil der Mensch ist) von den Jahrhunderten kapitalistischer Ausplünderung erholen kann.

Um den Kapitalismus zu stürzen braucht es die bewusste, planmäßige politische und soziale Intervention einer revolutionären Partei. „Ohne revolutionäre Theorie kann es auch keine revolutionäre Bewegung geben“, schrieb Lenin in seiner erwähnten Broschüre „Was tun?“.

Die Gruppe KLASSENKAMPF hat daher einen MARXISTISCHEN STUDIENZIRKEL (MSZ) gegründet, der es allen Interessent*innen ermöglichen soll, sich selbst aktiv Wissen anzueignen, das für den revolutionären Kampf wichtig ist. Das heißt: Die Teilnehmer*innen am MSZ können selbst über die zu diskutierenden Themen entscheiden; alle Teilnehmer*innen können sich mit Referaten, schriftlichen Beiträge, Präsentationen … in den MSZ einbringen.

Während der Lockdowns haben wir den MSZ virtuell in Form von Videokonferenzen abgehalten. Das hat sich bewährt, und wir werden diese Form der Arbeit beibehalten. Selbstverständlich werden aber, wenn sich die medizinische Situation verbessert hat, auch persönliche Treffen des MSZ stattfinden.

In diesem Jahr haben wir unter anderem einen mehrteiligen Diskussionszyklus über Lenins Buch „Staat und Revolution“ (geschrieben 1917) durchgeführt. Gerade angesichts der zunehmend autoritären Tendenzen schien es uns spannend, gemeinsam die marxistische Lehre vom Staat zu erarbeiten. Daraus ergab sich im Anschluss eine Reihe von Referaten über „Frauen und russische Revolution“. Weiters gab es mehrere Abende, die sich mit Aspekten der Lebenssituation von Migrant*innen beschäftigten.

Flankierend gibt es zu verschiedenen Themen schriftliche Materialien („MSZ Bulletin“), die Zusatztexte und Diskussionsbeiträge zusammenfassen.

Der MSZ soll Genoss*innen die Möglichkeit bieten, revolutionäres Wissen zu erwerben, auf dessen Basis sie sich früher oder später entscheiden können, ob sie in der Gruppe KLASSENKAMPF aktiv werden wollen oder nicht. Die Teilnahme am MSZ setzt kein spezielles Vorwissen voraus. Wir haben in diesem Jahr erlebt, wie gut Genoss*innen einander beim Schließen von Wissenslücken geholfen haben. Der MSZ ist kein elitärer Kreis für Insider.

Interessent*innen können gerne unter der Mailadresse

marxistischerstudienzirkre@tutanota.com

nähere Informationen erhalten oder ein Treffen vereinbaren. Wir freuen uns auf eure Teilnahme!