Demo am 9. 6., 14.00 Uhr : Gegen Spaltung! Bildung für alle!

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Treffpunkt: Urban-Loritz-Platz, 1070 Wien, Samstag, 9. 6., 14.00 Uhr

Mit ihrem Plan von „Deutschklassen“ versucht die reaktionäre FPÖVP-Regierung, die Spaltung der Lohnabhängigen schon bei den Kindern zu beginnen: In- und ausländische Kinder sollen getrennt werden, eine pädagogisch völlig verfehlte Drillschule für Kinder mit einer anderen Muttersprache als Deutsch wird ihre Zukunftsaussichten noch stärker minimieren, als das die von dieser Regierung geförderte ausländerfeindliche Politik (Stichwort: Kürzung der Mindestsicherung) ohnehin schon tut.

Sollten Kurz, Strache und Fassmann mit ihren Plänen durchkommen, wäre das ein schwerer Schlag gegen das öffentliche Schulsystem, weil die gesamte Unterrichtsqualität sinken würde. Den größten Teil der Schulwoche wären die Klassen zerrissen, soziale Kontakte zwischen den Kindern würden zumindest erschwert, der Spracherwerb, unabhängig von der Muttersprache, würde für alle Kinder erschwert. In der Grundschule werden Kinde, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, 15 Stunden von ihren Altersgenoss_innen getrennt;  in den Neuen Mittelschulen würden Schüler_innen, die in die Deutschförderklassen gezwungen werden, 20 Stunden des Regelunterrichts versäumen – die Chancen auf einen Pflichtschulabschluss werden damit dramatisch gesenkt.

Gleichzeitig wird es gerade in Arbeiterbezirken zu Engpässen mit dem Schulraum kommen – woher sollen denn plötzlich die Klassenräume für den deutschen Zwangsunterricht kommen?

Das Gegenmodell ist klar: Gemeinsamer Unterricht in Kleingruppen; das heißt: Mehr Lehrerinnen und Lehrer in allen Schultypen; statt Ausgrenzung und Segregation – gemeinsamer Unterricht und gemeinsamer Spracherwerb für alle Schüler_innen in allen Fächern.

Der Kampf gegen die staatlich verordnete Spaltungs- und Verdummnungspolitik an den Schulen ist Teil des Kampfes gegen diese reaktionäre Regierung, die im Dienst der Konzerne und Superreichen die Errungenschaften der Lohnabhängigen und der gesamten werktätigen Bevölkerung angreift.

Widerstand in den Schulen, Widerstand an den Universitäten, Widerstand in den Betrieben – das ist die einzige Möglichkeit, um den asozialen Wahnsinn zu stoppen.

Dieses Ziel können wir nur gemeinsam erreichen. Der ÖGB als grundlegende Interessensvertretung der Lohnabhängigen muss aus seinem Dornröschenschlaf aufwachen und mit Aktionen bis hin zum Generalstreik diese Regierung und ihre arbeiterfeindlichen Pläne zu Fall bringen. Auch die SPÖ, die in ihrem neuen Programmentwurf erklärt, auf Seiten der arbeitenden Bevölkerung und der Jugend zu stehen, muss in ihrer Gesamtheit endlich Farbe bekennen und nicht nur einigen Jugendorganisationen Proteste gestatten.

Bilden wir überall gemeinsame Aktionskomitees, um diese Kämpfe vorzubereiten und Druck auf die Gewerkschaftsführer zu machen, die immer noch auf eine „Sozialpartnerschaft“ hoffen, während sie von Kurz und Strache einen Tritt nach dem anderen bekommen! Diese Komitees müssen so breit wie möglich sein – in ihnen müssen alle Arbeiterinnen und Arbeiter, Angestellten, prekär Beschäftigten, Schülerinnen und Schüler, Studierende, Nebenerwerbsbauern, Landarbeiterinnen und Landarbeiter, Lehrende… unabhängig von ihrer Parteizugehörigkeit ihren Platz haben, solange sie nur bereit sind, konsequent den Kampf gegen diese Regierung zu führen.

Für klassenkämpferischen Widerstand gegen die Sparpolitik von Kurz und Strache im Dienst der herrschenden Klasse!

Wir sind eine Klasse, wie haben einen Feind! Solidarität statt Spaltung! Gemeinsam gegen diejenigen, dis uns mit ausländerfeindlichen Parolen auseinanderdividieren wollen.