ARDO: Wie Konzern-Profitgier eine ganze Region bedroht. Wir sagen: enteignen ohne Entschädigung, dafür unter Arbeiter*innenkontrolle!

Das Ardo-Werk in Groß-Enzersdorf

Wenn das Kapital abzieht, bleiben zerstörte Lebensgrundlagen zurück

190 Beschäftigte, 50 Leiharbeitskräfte, Hunderte Bauernbetriebe und eine ganze Region sind betroffen. Ardo will die Produktion in Groß-Enzersdorf einstellen und den österreichischen Markt weiterhin beliefern – aus anderen Werken. Was für den Konzern eine betriebswirtschaftliche Entscheidung ist, bedroht die Existenzgrundlagen Tausender Menschen. Die Geschäftsbücher müssen geöffnet, die Schließung verhindert und der Betrieb unter Kontrolle der Beschäftigten weitergeführt werden. Wenn die Eigentümer das verweigern, muss enteignet und vergesellschaftet werden.

Nicht nur Arbeitsplätze verschwinden

190 Beschäftigte sollen ihre Arbeitsplätze verlieren. Dazu kommen rund 50 Leiharbeitskräfte. Diese Zahlen sind bereits alarmierend. Sie sagen aber noch wenig über das Ausmaß der drohenden sozialen Katastrophe aus.

Hinter jedem Arbeitsplatz steht ein Mensch mit einem Leben außerhalb des Werks: mit einer Familie, mit Kindern, mit laufenden Ausgaben und Verpflichtungen. Ein Einkommen bezahlt die Miete, die Betriebskosten, Lebensmittel, Strom und Heizung. Es finanziert Kredite und Hypotheken, mit denen sich Arbeiter*innen ein Haus oder eine Eigentumswohnung geschaffen haben. Es ermöglicht den Kindern, ihre Ausbildung fortzusetzen, und sichert älteren Angehörigen Unterstützung.

Was geschieht, wenn dieses Einkommen wegfällt? Was geschieht mit Familien, deren laufende Verpflichtungen nicht einfach verschwinden, wenn der Arbeitsplatz verschwindet? Was geschieht, wenn nach Monaten der Arbeitslosigkeit eine neue Beschäftigung nur mit schlechteren Bedingungen, geringerem Einkommen oder langen Anfahrtswegen gefunden werden kann?

Ein Sozialplan kann bestimmte finanzielle Folgen abfedern. Eine Arbeitsstiftung kann bei der beruflichen Neuorientierung helfen. Aber beides ersetzt weder den verlorenen Arbeitsplatz noch die Sicherheit eines dauerhaften Einkommens. Es beseitigt auch nicht die Angst vor dem Verlust der Wohnung, vor Zahlungsrückständen oder vor der Frage, ob die eigene Familie ihren bisherigen Lebensstandard halten kann.

Wir kennen noch nicht die Zahl der Haushalte, die unmittelbar betroffen sein werden, und wir kennen nicht die Summe ihrer Kredite und Hypotheken. Aber wir wissen, dass die angekündigte Schließung diese Risiken schafft. Sie darf deshalb nicht als bloße Personalmaßnahme behandelt werden.

Ardo: Rationalisieren auf Kosten der Beschäftigten

Ardo begründet die geplante Schließung des Werks in Groß-Enzersdorf mit einem Investitionsbedarf von über 100 Millionen Euro, hohen Kosten und mangelnder Wettbewerbsfähigkeit. Doch die österreichische Tochter schrieb zuletzt schwarze Zahlen: 2024/25 betrug ihr Gewinn rund 1,86 Millionen Euro.

Gleichzeitig baut der belgische Tiefkühlkonzern auch am Stammsitz Ardooie Arbeitsplätze ab: 2026 wurden dort bereits 27 Stellen gestrichen; weitere zehn fallen weg, weil eine stillgelegte Produktionslinie nicht wieder in Betrieb genommen wird. Insgesamt stehen damit in Belgien und Österreich rund 277 Arbeitsplätze zur Disposition – darunter etwa 240 Beschäftigte und Leiharbeitskräfte in Groß-Enzersdorf.

Ardo nennt das eine Optimierung seines europäischen Produktionsnetzes. Für die Beschäftigten bedeutet es Arbeitsplatzverlust, für die Gemüsebauern im Marchfeld den Verlust eines wichtigen Abnehmers.

Die Produktion ist nicht unrentabel – sie soll dort stattfinden, wo sie dem Konzern am meisten nützt. Die Rechnung bezahlen Beschäftigte und Landwirtschaft.

Eine Region hängt an diesem Werk

Die Folgen enden nicht am Werkstor. Groß-Enzersdorf und das Marchfeld sind durch ein dichtes Netz wirtschaftlicher Beziehungen mit der Tiefkühlgemüseproduktion verbunden.

Hunderte landwirtschaftliche Betriebe haben ihre Anbauplanung auf die Verarbeitung und Vermarktung ihrer Erzeugnisse ausgerichtet. Sie müssen Saatgut, Maschinen, Treibstoff, Dünger und Betriebsmittel finanzieren. Sie benötigen Arbeitskräfte und müssen ihre Ernte zur richtigen Zeit einbringen. Gerade bei Gemüse, das industriell tiefgefroren werden soll, sind Ernte und Verarbeitung eng aufeinander abgestimmt.

Werden die Abnahme und Verarbeitung unsicher, geraten diese Investitionen unter Druck. Maschinen und Anlagen, die für bestimmte Kulturen angeschafft wurden, lassen sich nicht beliebig für andere Zwecke einsetzen. Anbauflächen können nicht von heute auf morgen auf andere Produkte umgestellt werden. Neue Abnehmer müssen gefunden werden, und sie müssen zu Bedingungen bereit sein, die den Fortbestand der Betriebe ermöglichen.

Besonders bitter ist das für die landwirtschaftlichen Betriebe, die in den Anbau von Bio-Gemüse und in eine hochwertige Lebensmittelproduktion investiert haben. Eine solche Produktion braucht Know-how, geeignete Anlagen, verlässliche Abnehmer und langfristige Planung. Diese Investitionen sind gesellschaftlich sinnvoll. Sie tragen zur Lebensmittelversorgung bei und beruhen auf der Arbeit der Bauern ebenso wie auf der Arbeit der Beschäftigten in der Verarbeitung.

Nun droht genau diese Grundlage wegzubrechen.

Die Auswirkungen können weitere Kreise ziehen. Wenn Einkommen und Aufträge verloren gehen, leiden auch regionale Zulieferer, Handwerksbetriebe, Geschäfte und Dienstleister. Sinkt die Beschäftigung dauerhaft, können Familien gezwungen sein, wegzuziehen. Das kann sich auf Schulen, Kinderbetreuung und das kommunale Leben auswirken. Weniger Einkommen und weniger wirtschaftliche Aktivität bedeuten zugleich Druck auf die Einnahmen der Gemeinden.

Das Ausmaß dieser Folgen lässt sich ohne zusätzliche regionale Daten nicht seriös beziffern. Aber die Richtung ist klar: Die Schließung betrifft nicht nur diejenigen, die unmittelbar ihre Arbeit verlieren. Sie gefährdet einen ganzen wirtschaftlichen Zusammenhang.

Das Werk ist kein austauschbarer Kostenfaktor. Es ist Teil der materiellen Lebensgrundlage einer Region.

Ardo braucht Österreich als Markt, aber nicht mehr als Produktionsstandort

Ardo ist ein international tätiger belgischer Tiefkühlkonzern mit einem Jahresumsatz von rund 1,3 Milliarden Euro, mehr als 3.200 Beschäftigten und Produktions-, Verpackungs- und Vertriebsstandorten in mehreren europäischen Ländern.

Der Konzern will den österreichischen Markt nicht aufgeben. Die Kund*innen sollen weiterhin mit Tiefkühlgemüse beliefert werden. Nur die Produktion soll künftig in anderen Werken stattfinden. Die Anlagen aus Groß-Enzersdorf sollen verlagert werden.

Damit ist der Widerspruch offenkundig: Der Absatzmarkt bleibt wirtschaftlich interessant, während die Produktion und die daran gebundenen Arbeitsplätze zur Disposition stehen.

Ardo begründet die Entscheidung mit dem Alter der Anlagen, einem Modernisierungsbedarf von mehr als 100 Millionen Euro und der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Standorts. Ob diese Summe in voller Höhe notwendig ist, welche Alternativen zur Verfügung stehen und welche Investitionen bei einer Weiterführung tatsächlich erforderlich wären, lässt sich anhand der öffentlich zugänglichen Informationen nicht unabhängig überprüfen.

Der Konzern hat ein Interesse daran, die erwartete Rentabilität seiner Standorte zu vergleichen und das Kapital dort einzusetzen, wo es die höchste Rendite verspricht. Für die Beschäftigten ist aber entscheidend, ob sie ihre Arbeit behalten. Für die Bauern ist entscheidend, ob ihre Erzeugnisse weiterhin abgenommen werden. Für die Bevölkerung ist entscheidend, ob eine leistungsfähige Lebensmittelverarbeitung erhalten bleibt.

Diese Interessen werden nicht dadurch miteinander vereinbar, dass die Betroffenen auf die Vernunft der Eigentümer hoffen.

Der Mythos vom europäischen Kapital

Die Befürworter der europäischen Integration versprechen seit Jahrzehnten, dass die Überwindung nationaler Grenzen einen einheitlichen europäischen Wirtschaftsraum hervorbringe. Tatsächlich sind die Produktion, die Lieferketten und die Absatzmärkte vieler Konzerne längst international organisiert.

Doch daraus entsteht keine von nationalen Interessen unabhängige europäische Kapitalistenklasse, die sich über die Konkurrenz ihrer Standorte hinwegsetzt.

Der Fall Ardo zeigt, wie die Internationalisierung der Produktion funktioniert: Der Konzern kann Produktionskapazitäten zwischen Ländern verschieben, Anlagen verlagern und Beschäftigte unterschiedlicher Standorte gegeneinander ausspielen. Die Belegschaft in Österreich soll ihre Existenzgrundlage verlieren, während die Produktion an anderen Standorten weitergeht. Die österreichischen Kunden bleiben dem Konzern erhalten.

Die europäischen Grenzen sind für das Kapital keine unüberwindbaren Hindernisse. Sie bleiben aber Teil einer Ordnung, in der Staaten, nationale Wirtschaftsinteressen und die Konkurrenz um Investitionen eine wichtige Rolle spielen. Die europäische Integration hebt weder das Privateigentum an den Produktionsmitteln noch die Konkurrenz der Kapitalgruppen auf. Sie beseitigt auch nicht die unterschiedlichen Interessen der nationalen Bourgeoisien und ihrer Staaten. Die Kapitalisten organisieren ihre Geschäfte international, während sie die Verfügung über die Produktionsmittel behalten. Die Arbeiter*innen dagegen sollen die Folgen der Konkurrenz tragen – unabhängig davon, in welchem Land sie beschäftigt sind.

Die Antwort darauf kann nicht nationaler Protektionismus sein. Es geht nicht darum, österreichische Arbeitsplätze gegen belgische auszuspielen oder belgische Beschäftigte für die Schließung verantwortlich zu machen. Die Arbeiter*innen aller Ardo-Standorte haben ein gemeinsames Interesse: keine Entlassungen, keine Standortkonkurrenz auf ihre Kosten und keine Verlagerung von Arbeitsplätzen nach den Renditeerwartungen der Eigentümer.

Was fehlt, ist eine gemeinsame Kontrolle der Beschäftigten über die internationale Produktion.

Öffnet die Geschäftsbücher!

Ardo verweist auf den hohen Investitionsbedarf und die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit des Standorts. Diese Begründung muss überprüfbar sein.

Wie setzen sich die behaupteten Investitionskosten von mehr als 100 Millionen Euro zusammen? Welche Anlagen müssen tatsächlich ersetzt werden? Welche Modernisierungen wären schrittweise möglich? Welche öffentlichen Zuschüsse hat der Konzern erhalten, und welche weiteren Unterstützungen wurden angeboten? Wie werden die verschiedenen europäischen Standorte hinsichtlich ihrer Kosten und erwarteten Renditen verglichen? Welche Gewinne und welche Investitionen sind für die kommenden Jahre vorgesehen?

Diese Fragen dürfen nicht allein von der Konzernleitung beantwortet werden. Die Beschäftigten und ihre gewählten Vertreter*innen müssen Zugang zu den vollständigen Geschäftsbüchern, den Investitionsplänen und den entscheidenden betriebswirtschaftlichen Unterlagen erhalten. Erforderlich ist eine unabhängige Prüfung unter Beteiligung der Beschäftigten und ihrer Organisationen.

Die Offenlegung der Geschäftsbücher ist kein technisches Detail. Sie ist eine politische Forderung. Wer behauptet, ein Betrieb müsse aus wirtschaftlichen Gründen geschlossen werden, muss sich einer Überprüfung dieser Behauptung stellen. Die Eigentümer dürfen nicht gleichzeitig allein über die Zukunft des Werks entscheiden und die Informationen kontrollieren, mit denen sie ihre Entscheidung begründen.

Die Belegschaft muss außerdem die Möglichkeit erhalten, eigene Vorschläge für die Modernisierung und Fortführung auszuarbeiten. Dafür braucht sie Zugang zu den technischen Daten, den Lieferverträgen, den Absatzmöglichkeiten und den Finanzierungsbedingungen.

Keine Entscheidung über die Zukunft des Werks ohne vollständige Offenlegung der Geschäftsbücher und Kontrolle durch die Beschäftigten!

Enteignung statt Erpressung

Nach den vorliegenden Medienberichten gibt es österreichische Investoren, die Interesse an einer Übernahme des Standorts bekundet haben. Die wirtschaftlichen Bedingungen dieser Angebote müssen geprüft werden. Eine Übernahme durch einen anderen privaten Eigentümer wäre aber noch keine dauerhafte Garantie für den Erhalt der Arbeitsplätze.

Auch ein neuer Kapitalbesitzer wird seine Entscheidungen an den erwarteten Renditen ausrichten. Solange die Verfügung über den Betrieb vom privaten Eigentum abhängt, können Beschäftigte und Region erneut vor derselben Entscheidung stehen.

Deshalb muss die Auseinandersetzung weitergehen.

Wenn Ardo die Produktion nicht fortführen will, darf das nicht bedeuten, dass die Maschinen abgebaut und die Produktionskapazitäten beseitigt werden. Wenn eine Fortführung technisch und wirtschaftlich möglich ist, muss sie gegen den Widerstand des Eigentümers durchgesetzt werden. Die öffentliche Hand darf dabei nicht einfach die Kosten übernehmen, während die Entscheidungsmacht in privaten Händen bleibt.

Die Alternative ist die

Das bedeutet nicht, den Betrieb bloß einem Ministerium oder einer anderen staatlichen Behörde zu unterstellen. Es bedeutet, die Verfügung über die Produktionsmittel der privaten Profitentscheidung zu entziehen und die Beschäftigten in die tatsächliche Kontrolle über die Produktion einzubeziehen. Ihre gewählten und jederzeit abwählbaren Vertreter*innen müssen die betrieblichen Entscheidungen kontrollieren. Die Interessen der landwirtschaftlichen Erzeuger und der Bevölkerung an einer gesicherten Lebensmittelversorgung müssen berücksichtigt werden.

Eine solche Fortführung müsste auf Grundlage offengelegter Geschäftsbücher und eines überprüfbaren Produktions- und Investitionsplans erfolgen. Sie müsste die Arbeitsplätze sichern, die Lieferbeziehungen stabilisieren und die notwendige Modernisierung gewährleisten.

Die Kosten und die Finanzierung einer solchen Lösung sind zu prüfen. Aber sie dürfen nicht von vornherein mit dem Hinweis ausgeschlossen werden, dass die private Renditeerwartung nicht ausreicht.

Denn die gesellschaftlichen Kosten der Schließung sind ebenfalls real: Arbeitslosigkeit, Einkommensverluste, gefährdete Kredite, bedrohte landwirtschaftliche Betriebe und der Verlust einer regionalen Produktionsstruktur. Sie verschwinden nicht, nur weil sie in der Bilanz des Konzerns nicht als Kosten erscheinen.

Gemeinsam kämpfen – über die Standorte hinweg

Die Beschäftigten dürfen nicht allein gelassen werden. Der Betriebsrat, die Gewerkschaften und die Belegschaft müssen eine gemeinsame Strategie entwickeln, die nicht bei Gesprächen über Abfertigungen und Umschulungen stehen bleibt.

Dazu gehören die Mobilisierung der Beschäftigten einschließlich der Leiharbeitskräfte, die Einbeziehung der betroffenen Bauern, die öffentliche Diskussion der Geschäftszahlen und die Vorbereitung gemeinsamer Kampfmaßnahmen. Die Beschäftigten anderer Ardo-Standorte müssen einbezogen werden, damit der Konzern nicht eine Belegschaft gegen die andere ausspielen kann.

ÖGB und PRO-GE müssen ihre Forderung nach dem Erhalt der Arbeitsplätze in eine konkrete Auseinandersetzung übersetzen. Eine Resolution allein verhindert keine Schließung. Entscheidend ist, ob die Gewerkschaftsmitglieder und die Beschäftigten selbst über die nächsten Schritte beraten und entscheiden können.

Die Verteidigung des Werks darf auch nicht an die Unterstützung kapitalistischer Parteien oder an nationale Standortinteressen gebunden werden. Die Beschäftigten brauchen eine eigenständige Klassenpolitik, die ihre Interessen gegen die Interessen der Eigentümer durchsetzt.

Die Perspektive ist nicht, einen vermeintlich besseren Kapitalbesitzer zu finden. Sie ist, die Produktion der Verfügung des Kapitals zu entziehen und unter Kontrolle derjenigen fortzuführen, die sie leisten und deren Lebensgrundlage von ihr abhängt.

Die Rechnung des Kapitals ist nicht unsere Rechnung

Ardo betrachtet die Zukunft des Werks unter dem Gesichtspunkt der Rentabilität. Die Beschäftigten betrachten sie unter dem Gesichtspunkt ihrer Existenz. Die Bauern betrachten sie unter dem Gesichtspunkt ihrer Betriebe und ihrer Ernten. Die Bevölkerung braucht eine verlässliche Lebensmittelversorgung.

Die private Bilanz erfasst diese Interessen nicht gleichberechtigt. Was für den Konzern eine Einsparung sein kann, wird für die Menschen zur Existenzbedrohung. Was in einer Unternehmensrechnung als Verlagerung von Produktionskapazitäten erscheint, bedeutet in der Region den Verlust von Arbeitsplätzen, Einkommen, Lieferbeziehungen und Zukunftsperspektiven.

Das ist kein Betriebsunfall. Es ist eine Konsequenz der kapitalistischen Eigentumsordnung, in der gesellschaftlich notwendige Produktionsmittel der privaten Verfügung unterstehen.

Keine Entlassungen! Keine Zerschlagung des Standorts! Öffnet die Geschäftsbücher! Arbeiter*innenkontrolle über Investitionen und Produktion! Enteignung und Vergesellschaftung unter Kontrolle der Beschäftigten, wenn die Eigentümer die Produktion nicht fortführen wollen!

Die Menschen im Marchfeld dürfen nicht für eine Entscheidung bezahlen, über die sie keinerlei Kontrolle haben. Die Produktion muss bleiben – nicht als Gnadenakt der Eigentümer, sondern als Ergebnis des gemeinsamen Kampfes der Beschäftigten und ihrer Verbündeten.