ARDO: DIE GEMÜSEPRODUKTION IST GERETTET?
UND WAS IST MIT DEN ARBEITSPLÄTZEN?

Die ÖVP verkündet eine Lösung. Die Beschäftigten warten weiterhin auf ihre Zukunft!
Die Niederösterreichische Landesregierung feiert einen Erfolg: Schneider’s Gemüseland baut aus, andere Unternehmen übernehmen Teile der bisherigen Produktion, die Marchfelder Gemüsebauern haben wieder Abnehmer für einen großen Teil ihrer Ernte.
Das ist gut für die Landwirtschaft. Aber ist damit auch das Problem der 240 Beschäftigten von ARDO gelöst?
Nein!
190 Beschäftigte und 50 Leiharbeitskräfte sind von der Schließung des Werkes betroffen. Während die Politik neue Absatzwege für die Bauern organisiert, gibt es für die Beschäftigten bislang keine verbindliche Perspektive.
Die Übernahme von Gemüse ist keine Übernahme von Arbeitsplätzen!
DIE PRODUKTION BLEIBT – DIE BELEGSCHAFT BLEIBT AUF DER STRECKE?
Die vorhandenen Produktionsanlagen, die Infrastruktur und das Wissen der Beschäftigten sind nicht plötzlich wertlos geworden. Die neue Vereinbarung zeigt vielmehr: Das Marchfeld braucht weiterhin industrielle Gemüseverarbeitung.
Warum also wird ein funktionierender Produktionsstandort geschlossen? Warum werden die Beschäftigten nicht in die Zukunftsplanung einbezogen? Warum entscheidet allein das Kapital darüber, ob und wo produziert wird?
Die Antwort liegt im kapitalistischen Eigentum: Nicht die gesellschaftliche Notwendigkeit der Produktion entscheidet, sondern die Verwertungsinteressen der Unternehmen.
UNSERE FORDERUNGEN:
- ERHALT ALLER ARBEITSPLÄTZE! Keine Beschäftigten dürfen für die Entscheidungen der Konzernleitung bezahlen.
- KEINE SCHLIESSUNG OHNE ALTERNATIVE! Die vorhandenen Produktionskapazitäten und die industrielle Infrastruktur müssen erhalten bleiben.
- VERBINDLICHE ÜBERNAHMEANGEBOTE! Alle Unternehmen, die von der Weiterführung der Produktion profitieren, müssen Verantwortung für die Beschäftigten übernehmen.
- OFFENLEGUNG ALLER VEREINBARUNGEN! Beschäftigte und Öffentlichkeit haben ein Recht zu erfahren, welche Investitionen, Förderungen, Produktionsmengen und Beschäftigungszusagen vereinbart wurden.
- ÖFFENTLICHE MITTEL UNTER KONTROLLE DER BESCHÄFTIGTEN! Wenn öffentliche Gelder eingesetzt werden, müssen die Interessen der Beschäftigten und der Bevölkerung Vorrang haben.
DIE PRODUKTION MUSS DEN MENSCHEN DIENEN – NICHT DEM PROFIT!
Wir verteidigen nicht die Profite von ARDO oder anderer Unternehmen. Wir verteidigen die Arbeitsplätze, das Wissen und die Produktionskapazitäten, die von den Beschäftigten geschaffen wurden.
Wenn die privaten Eigentümer den Betrieb nicht weiterführen wollen, muss die Gesellschaft die Verfügung über die Produktionsmittel übernehmen. Wir treten für die Enteignung unter Kontrolle der Beschäftigten ein.
NICHT DIE BESCHÄFTIGTEN MÜSSEN FÜR DIE SCHLIESSUNG ZAHLEN!
SOLIDARITÄT MIT DER ARDO-BELEGSCHAFT!



