Ein Tag des Kampfes ist nicht genug!
Wir Arbeiterinnen und Arbeiter müssen die Lösung des Problems selbst in die Hand nehmen. Wir können keiner Regierung jener Parteien vertrauen, die aktiv oder passiv zugelassen haben, dass Banken, Investmentfonds, große Immobiliengesellschaften – kurz: das Großkapital – uns unseres Rechts auf menschenwürdigen und sicheren Wohnraum berauben.
Wir dürfen nicht länger zulassen, dass unser Dach über dem Kopf eine schamlose Profitquelle für Vermieter und Immobilienbesitzer bleibt. Ebenso wenig dürfen wir hinnehmen, dass unsere Löhne nicht einmal mehr zur Deckung unserer lebensnotwendigen Bedürfnisse ausreichen.
Die Arbeiterinnen und Arbeiter müssen diesen Kampftag nutzen, um sich zu mobilisieren und ihre Organisation als Klasse weiterzuentwickeln. Der begonnene Aufbau einheitlicher Komitees, die auf allen Ebenen miteinander koordiniert sind, muss in jeder Fabrik, an jedem Arbeitsplatz, in jeder Bildungseinrichtung, in jedem Stadtviertel und in jeder Gemeinde vorangetrieben werden.
Die gesamte Kampfbewegung muss unter unserer unmittelbaren Kontrolle bleiben, bis wir das Recht auf Wohnen erkämpft und die verlorene Kaufkraft unserer Löhne wiederhergestellt haben.
Wohnraum darf keine weitere Ware auf dem kapitalistischen Markt sein!
- Enteignung der Wohnungen und Häuser im Besitz von Immobiliengesellschaften (SOCIMIs), Investmentfonds, Banken und großen Immobilienbesitzern – entschädigungslos und unter Kontrolle der Arbeiter*innen. Vergesellschaftung des gesamten städtischen Grund und Bodens, um ihn entsprechend den Bedürfnissen der Arbeiterinnen und Arbeiter zur Verfügung zu stellen.
- Sofortige Anpassung sämtlicher Löhne, um die durch die exorbitante Verteuerung der Kauf- und Mietpreise von Wohnraum verlorene Kaufkraft wiederherzustellen.
- Enteignung sämtlicher Wohnungen, die länger als zwei Jahre leer stehen. Verbot touristischer Ferienwohnungen. Unbefristete Mietverträge und Halbierung der Mieten.
- Öffentliche Garantie für dauerhaft verfügbaren, qualitativ hochwertigen und erschwinglichen Wohnraum für alle Arbeiterinnen und Arbeiter. Keine Familie ohne Wohnung, keine Wohnung ohne Familie!
- Verbot von Zwangsräumungen, wenn keine vergleichbare alternative Unterkunft zur Verfügung gestellt wird. Verbot der Unterbrechung der Grundversorgung aufgrund unbezahlter Rechnungen in Haushalten, die nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügen.
- Sofortiger Plan zum Bau öffentlicher Wohnungen, der die Umwelt berücksichtigt, und zwar in allen Gemeinden, in denen die vorangegangenen Maßnahmen nicht ausreichen, um der gesamten arbeitenden Bevölkerung menschenwürdigen Wohnraum zu garantieren.




