„Es ist was faul im Staate Dänemark“ (Shakespeare)

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Dänische Polizei vor FlüchtlingszugZu den großen Gewinnern des Klimawandels zählt zweifelsohne der kleine skandinavische Staat Dänemark. Das rasche Abschmelzen der Eise der zu Dänemark gehörenden größten Insel der Welt Grönland erhöht die Chancen auf den profitablen Abbau verschiedenster Erze. Neben Eisenerz, Gold, Kupfer, Uran und Zink sind vor allem die als Seltene Erden bezeichneten Metalle Objekte der kapitalistischen Begierde. Sie werden u. a. für Handys und Laptops benötigt.
Derzeit hat China mit 97 % Anteil am Weltmarkt beinahe ein Monopol für die Seltenen Erden und diktiert daher auch deren Preise. Eine rasche Erschließung der geschätzten 6,5 Mio. Tonnen ist daher im Sinne der imperialistischen Großmächte.
Wer Imperialismus sagt, muss auch Krieg sagen. Das zeigt die Intervention Dänemarks in Syrien, wo Soldaten aus dem kleinen skandinavischen Staat neben solchen aus großen imperialistischen Ländern wie den USA, Großbritannien und Frankreich Tod und Zerstörung bringen.
Wenn es darum geht, den Menschen, deren Existenz sie vernichtet haben zu helfen, ist der imperialistische dänische Staat anders als bei Militärausgaben weniger großzügig. Per 1.9.2015 wurden die Ausgaben für neu angekommene Flüchtlinge wurden um bis zu 50 % gekürzt und Familienzusammenführungen erschwert. Die bürgerlich-nationalistische dänische Regierung will aktuell lediglich 100 derzeit in Deutschland befindliche Flüchtlinge aufnehmen.