Unsere Umweltglosse: Wiener Umweltschmäh – Abgasfrei ab 2050

So schauts aus, wenn Industrie, Autoverkehr und private Energienutzung zusammenwirken. Beispiel: Duisburg

Es liest sich utopisch und es ist auch utopisch: 28 Mrd. EUR sollen bis 2050 in Wien investiert werden, um die Stadt abgasfrei zu machen. Immerhin knapp 1 % des Bruttoinlandsprodukts der Bundeshauptstadt soll in dieses Projekt gesteckt werden. Damit sollen Wirtschaft und Gesellschaft vollständig entkarbonisiert werden. Die Macher dieser Studie behaupten allerdings unisono mit Österreichs größtem regionalen Stromerzeuger Wien Energie, dass das für keine Stadt in Österreich finanzierbar ist und daher der Bund helfen müsste.

Genau das ist der Pferdefuß dieser auf den Zielen des Pariser Klimaabkommen von 2015 basierenden Studie: Wie immer im herrschenden Kapitalismus stellt sich die Frage, wer das bezahlen soll. Und es ist offensichtlich Fakt, dass unserer Gesellschaft nicht einmal 1 % ihrer Wertschöpfung an Investitionen in ihre Zukunft wert ist. Denn Investitionen in die Zukunft, in etwas wie eine saubere Umwelt ist nicht so profitabel wie die weit einfachere Technologie der Fortbewegung und Stromgewinnung mit fossilen Brennstoffen. Die schlechte Nachricht: In einer Gesellschaft, in der Profitmaximierung das oberste Ziel darstellt, ist Ökologie eine Randnotiz zur Behübschung der eigenen unsauberen Politik.

Die gute Nachricht: Diese Tatsache ist kein Naturereignis. Es liegt an der großen Mehrheit der lohnabhängigen, produktionsmittellosen Menschen, eine Änderung herbei zu führen.

Dienstag, 22. Mai, 19.00: „Roter Tisch“ der Gruppe KLASSENKAMPF

Am 22. Mai könnt ihr wieder ab 19.00 Uhr im kurdischen Lokal „ZYPRESSE“ im 7. Wiener Gemeindebezirk Genossinnen und Genossen der GKK treffen und mit uns diskutieren, Erfahrungen austauschen – wie auch immer.

Zwei Themen wollen wir auf jeden Fall mit euch besprechen:

  • die Kampagne für die Freilassung von Kadir Ciran und den 83 anderen Arbeiteraktivist_innen, die in der Türkei vor dem 1. Mai verhaftet wurden
  • eine kurze Bilanz der letzten asozialen Untaten der Regierung und unsere Arbeitsschwerpunkte für die Zeit bis zum Sommer.

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Ort: 

Kampagne für die Freilassung von Kadir Cinar gewinnt an Kraft

Seit der Verhaftung von Kadir Cinar und anderen Genoss_innen in der Türkei am Vorabend des 1. Mai hat sich die schnell ins Leben gerufene Solidaritätsbewegung schon auszubreiten begonnen.

Protesterklärungen gibt es unter anderen von den Genoss_innen der RCIT, die Nachricht verbreitet haben die Labournets in Deutschland und Österreich. In der Türkei hat die Sozialistische Arbeiterpartei die Freilassung der Verhafteten gefordert (es wurden auch Aktivisten ihrer Partei festgenommen.