KLASSENKAMPF Nr. 29 erschienen!

Die Titelseite der neuen Ausgabe

Gerade ist die 29. Ausgabe unserer Zeitung KLASSENKAMPF erschienen. Im innenpolitischen Teil steht das schwarz-blaue Gruselkabinett im Miitelpunkt – eine Analyse der bisherigen Angriffe auf die arbeitende Bevölkerung und ihre demokratischen Rechte, eine Auseinandersetzung mit der Frage, ob man sich einzig und allein auf die Umtriebe der deutschnationalen und (semi)faschistischen Burschenschafter konzentrieren kann und soll, wenn es um die Enttarnung der „sozialen Heimatpartei“ FPÖ geht; und der erste Teil einer minutiösen Untersuchung des Regierungsprogramms.

International haben wir eine ganze Reihe von Erklärungen und Resolutionen unserer internationalen Strömung, des CoReP (Kollektiv Permanente Revolution), zu bieten, sowie eine Einschätzung der Situation der SPD vor und nach der Abstimmung über die Beteiligung an der „GroKo“. Und, zum Internationalen Frauentag, eine Erklärung von CoReP und Organisationen, mit denen wir freundschaftliche Beziehungen unterhalten.

Aus Platzgründen mussten wir einen geplanten Katalonien-Schwerpunkt leider verschieben – wir liefern aber in den nächsten Wochen eine eigene Schwerpunktnummer zu diesem Thema nach.

Spätestens bei der Demonstration am 17. März könnt ihr die Zeitung bei uns erwerben!

Wie sich die Bilder gleichen …

Im April 1930 veröffentlichte die österreichische sozialdemokratische Illustrierte “Der Kuckuck” ein Foto von Ernst Kleinberg mit folgendem Bildtext:

“Lichtbildkunst der Arbeiterphotographen: Der Polizeistaat”.

Hier das Bild:

Tatsächlich spiegelt das Bild – die Hinterteile zweier Polizeipferde und ihrer bewaffneten Reiter – in symbolischer Weise die “Staatsgewalt” wider, wie sie die Arbeiterklasse damals durch die christlichsoziale Regierung oft genug bei Demonstrationen und Streiks erfuhr.

1930 – 2018? Warum sehnt sich Herr Kickl ausgerechnet in Wien nach einer Polizeireiterei?

Anmerkung: Ernst Kleinberg war allerdings 
kein Arbeiterfotograf, 
sondern ein Profi, der Pressefotos machte

Die Arbeiterklasse im Iran erhebt ihr Haupt

Die Arbeiterklasse im Iran erhebt ihr Haupt

Zwischen 28. Dezember und 5. Januar marschierten Zehntausende von Arbeitern und Jugendlichen trotz erheblichen Risiken  in vielen Städten des Irans durch die Straßen. Arbeiter, Angestellte, Arbeitslose, Bauern und Studenten protestierten für die Verbesserung ihrer wirtschaftlichen Lage und forderten so das  despotische Regime der Islamistischen Bourgeoisie heraus.

Das derzeitige Regime ist aus der Konterrevolution von 1979-1981 hervorgegangen

1978 beginnt eine proletarische Revolution im Iran. Sie stürzt das despotische Regime des Schah Mohammad Reza Pahlavi, das eine Säule der amerikanischen Weltordnung ist. Ab Februar 1978 kommt es in den großen Städten zu Unruhen. Der Schah unterdrückt sie gewaltsam durch die Armee, deren Basis aus Wehrpflichtigen besteht. Am 10. Oktober 1978 streiken die Arbeiter in der  Raffinerie in Abadan. Die Dynastie bricht zusammen, als die Arbeiterklasse  im November 1978 einen Generalstreik beginnt,  sich am 1. Februar die Kurden erheben, als Regimenter  in Teheran am 9. Februar 1979 auf die Seite des Volks wechseln. Guerillaorganisationen (PDKI , Komala, Fedayeen, Mojahedin …) verteilen, wie in der Hauptstadt, Waffen in Kurdistan und bieten den zur Monarchie loyalen Truppen militärisch die Stirn. Weiterlesen

Ein Interview mit Leo Trotzki vom Januar 1918

Den folgenden Text hat uns der Historikergenosse Manfred Scharinger zur Verfügung gestellt. Sein Vorwort und das Trotzki-Interview liegen als Sonderdruck der neuen Ausgabe des KLASSENKAMPF bei. Unter der Sammelbezeichnung „Aus den Archiven des Marxismus“ werden wir in Zukunft historische und theoretische Themen ausführlicher behandeln, die uns für den aktuellen politischen Kampf wichtig erscheinen.

Die Redaktion

Ein Interview mit Leo Trotzki vom Januar 1918

Vorwort

von Manfred Scharinger

Am 24. Februar 1918 erschien in der Neuen Freien Presse in Wien auf den Seiten 3 und 4 ein großes Interview mit Leo Trotzki, damals Volkskommissar für äußere Angelegenheiten. Das Interview war bereits am 25. Januar 1918 in Petrograd im Smolny-Institut aufgenommen worden, jenem ursprünglich als Kloster konzipierten Komplex, der unter dem Zarismus als Bildungsanstalt für adelige Mädchen und 1917 dem Petrograder Sowjet als Tagungsort gedient hatte. In der Folge hatte nach der Revolution der Rat der Volkskommissare, die erste Revolutionsregierung, hier ihren Sitz. Weiterlesen