Heute, am 28. Februar 2026, haben die Streitkräfte der USA und Israels einen militärischen Angriff gegen den Iran begonnen. Dieser Überfall stellt eine neue Eskalation der imperialistischen Aggression im Nahen Osten dar und droht, die gesamte Region in einen noch umfassenderen Krieg zu stürzen. Berichten zufolge haben die USA und Israel eine groß angelegte militärische Operation durchgeführt, während gleichzeitig offen zur Destabilisierung der iranischen Regierung aufgerufen wurde.
Dieser Angriff ist kein „Verteidigungskrieg“, sondern ein Akt imperialistischer Gewalt. Die herrschenden Klassen der USA und Israels verfolgen ihre eigenen strategischen und wirtschaftlichen Interessen: die Aufrechterhaltung ihrer militärischen Vorherrschaft, die Kontrolle über eine geopolitisch zentrale Region und die Unterdrückung jeder Kraft, die sich ihrer Hegemonie entzieht. Wie die revolutionären Marxist*innen stets betont haben, führen die imperialistischen Mächte ihre Kriege nicht im Interesse der Bevölkerung, sondern im Interesse von Kapital, Macht und geopolitischer Dominanz.
Die Netanjahu-Regierung rechtfertigt ihren Militärschlag in erster Linie durch Wiederholung der verlogenen Behauptung der US-Administration von der „nuklearen Bedrohung“ durch den Iran. Das ist geradezu pervers, weil der US-Imperialismus die einzige Macht in der bisherigen Geschichte war, die 1945 Atomwaffen eingesetzt hat (Hiroshima und Nagasaki) und der französische Imperialismus den zionistischen Staat dabei unterstützt hat, ein Atomwaffenarsenal anzulegen. Trump hingegen spricht offen vom „Systemwechsel“ im Iran. Ohne das zu konkretisieren ist anzunehmen, dass führende Kreise des US-Imperialismus den angeblichen „Kronprinzen“ Reza Pahlavi auf eine von zionistischen und US-imperialistischen Gardisten beschützten Thron setzen wollen. Pahlavi, dessen Anhänger nicht nur die Arbeiter*innenbewegung im Iran, sondern auch alle unterdrückten Nationalitäten bedrohen, weil das monarchistische Konzept einen staken iranischen Zentralstaat anstrebt.
Die bürgerlichen Kräfte in der iranischen Opposition und in der Diaspora, die jetzt auf eine “Demokratisierung” unter dem Schutz amerikanischer und israelischer Bombengeschwader, Kriegsschiffe und Drohnen setzen, sind kein Ausdruck der Protestbewegungen der vergangenen Jahre und Monate – sie sind, bewusst oder unbewusst, deren Feinde. Die Trump-Regierung steuert vom ersten Tag der Amtszeit des 47. Präsidenten einen autoritären Kurs, der darauf abzielt, die demokratischen Freiheiten in den USA selbst einzuschränken und nur dem Weißen Haus verantwortliche Schlägerbanden auf die arbeitende Bevölkerung, Migrant*innen und POCs zu hetzen; die zionistische Regierung Netanjahu hat den Genozid in Gaza und im Westjordanland zu verantworten und unterdrückt Proteste gegen das militaristische und korrupte Regime mit massiver Polizeigewalt. Wenn das die Geburtshelfer einer neuen “Ordnung” im Iran sein sollen, kann man sich das “Kind” lebhaft vorstellen.
Die Gruppe KLASSENKAMPF verurteilt die Aggression des US-Imperialismus und seiner zionistischen Komplizen entschieden und fordert den sofortigen Stopp aller militärischen Operationen gegen den Iran.
Gleichzeitig lehnen wir jede Unterstützung des bürgerlichen und theokratischen Regime im Iran ab. Es unterdrückt seit Jahrzehnten die Arbeiterklasse, die Frauen, nationale und religiöse Minderheiten und die Studierenden. Es ist ein Feind der Arbeiter*innenklasse im eigenen Land und kann keine progressive Alternative zum Imperialismus darstellen.
Doch die Verbrechen des iranischen Regimes rechtfertigen in keiner Weise einen imperialistischen Angriff. Zu unserer politischen Tradition gehören die Texte der internationalistischen kommunistischen Bewegung gegen den imperialistischen Krieg. Daher stehen wir revolutionäre Marxist*innen im Falle eines imperialistischen Angriffs auf ein unterdrücktes Land auf der Seite dieses Landes gegen den Imperialismus, ohne dabei der herrschenden Klasse politische Unterstützung zu geben. Der Hauptfeind steht im eigenen Land – in den imperialistischen Zentren selbst.
Der imperialistische Krieg kann nicht durch Appelle an die herrschenden Klassen beendet werden. Nur die unabhängige Mobilisierung der Arbeiterklasse, in den USA, in Israel, im Iran und international, kann dem imperialistischen Krieg ein Ende setzen.
Wir sagen:
- • Nein zum imperialistischen Angriff auf den Iran!
- • Sofortiger Stopp der militärischen Operationen der USA und Israels!
- • Sofortiger Rückzug aller imperialistischen Verbände zu Land, zu Wasser und in der Luft aus dem Mittleren Osten!
- • Der Hauptfeind steht im eigenen Land!
- • Die Arbeiter*innenorganisationen müssen weltweit den imperialistischen Krieg verurteilen!
- • Für proletarische Kampfaktionen – Streiks, Blockaden – zur Behinderung der imperialistischen Kriegsmaschinerie!
- • Solidarität mit den iranischen Arbeiter*innen, Frauen, der Jugend und den nationalen Minderheiten!
- • Nieder mit dem theokratischen Regime der Ayatollahs!
- • Sofortige Entwaffnung der Revolutionsgarden, der Basij-Milizen und aller Repressionsorgane des Islamischen Staates – Bewaffnung der arbeitenden Bevölkerung in Stadt und Land! Für die Bildung von Arbeiter*innenmilizen!
- • Für die Selbstorganisation und Selbstverteidigung der werktätigen Massen! Bildung von Shoras (Räten) in den Industriegebieten und den Stadtteilen! Bildung von Komitees der armen und landlosen Bäuer*innen!
- • Für eine Arbeiter*innen- und Bauernregierung im Iran!
- • Die Befreiung der Werktätigen kann nur die Sache der Werktätigen selbst sein!
- • Für die internationale Einheit der Arbeiterklasse gegen Krieg und Imperialismus!
Gruppe KLASSENKAMPF
28. Februar 2026



