Offener Brief an die Organisationen, die 2014 dem Aktionsbündnis Nein zum 12-Stunden-Tag angehört haben

Am 4. Juni 2018 haben wir folgenden Brief an alle Organisationen geschickt, die 2014 dem „Aktionsbündnis Nein zum 12-Stunden-Tag“ angehört haben:

Werte Genossinnen und Genossen,

2014 haben unsere Organisationen dem “Aktionsbündnis Nein zum 12-Stunde-Tag” angehört.

Heute ist das Thema brennender als zuvor. Die schwarz-blaue Regierung will mit ihrem Vorstoß für den 12 Stunden-Tag und die 60 Stunden-Woche nicht nur unsere Arbeitsbedingungen, unsere Freizeit, unsere Gesundheit … angreifen.

Der mittels Initiativantrag eingebrachte Entwurf der bürgerlichen Koalitionsparteien zielt darauf ab, die Interessensvertretungen der Lohnabhängigen – Betriebsräte und Gewerkschaften  – in einer entscheidenden Frage anzugreifen und zu schlagen. Geht dieser Plan auf, hätte das auf Jahre hinaus verheerende Folgen für die arbeitende und arbeitslose Bevölkerung in diesem Land. ÖVP und FPÖ sind auf einem offenen Konfrontationskurs. Die einzige Antwort darauf können nur möglichst massive einheitliche Kampfmaßnahmen in Betrieben, Schulen, Universitäten, Stadtteilen und Dörfern sein. Weiterlesen

Dienstag, 3. Juli 2018: Roter Tisch der GKK zum 12-Stundentag

Am 3. Juli könnt ihr wieder ab 19.00 Uhr im kurdischen Lokal „ZYPRESSE“ im 7. Wiener Gemeindebezirk, Westbahnstraße 35A,  Genossinnen und Genossen der GKK treffen und mit uns diskutieren, Erfahrungen austauschen – wie auch immer.

Diesmal wollen wir mit euch über die weiteren Maßnahmen gegen die geplanten Angriffe auf die Arbeitszeit diskutieren und erklären, warum wir gegen die von der ÖGB-Bürokratie verkündete „Gesprächsbereitschaft“ mit der Regierung sind.

ARBEITSZEIT – DA GIBT ES NICHTS ZU VERHANDELN!

Die Gruppe Klassenkampf bei der ÖGB-Demo: kämpferisch und lautstark

Wir freuen uns auf euer Kommen!

Ort: ZYPRESSE,
Westbahnstraße 35A
1070 Wien
(Straßenbahnen 5, 49, U6)

Acht Stunden sind zu viel!

Wenn sie könnten, würden die Kapitalisten die Verelendung der arbeitenden Bevölkerung noch weiter treiben

Wenn sie könnten, würden die Kapitalisten die Verelendung der arbeitenden Bevölkerung noch weiter treiben

Und täglich grüßt das Murmeltier könnte man fast sagen. Ja, da ist sie wieder, die Ende 2014 heftig geführte Diskussion um den 12-Stunden-Tag (derzeit beträgt die gesetzlich höchstzulässige tägliche Arbeitszeit 10 Stunden).

„Beweglichkeit in den Unternehmen“, „Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit“, „Sicherung des Standorts Österreich“ – all diese Phrasen von Mitterlehner sind altbackene Klassenkampfrhetorik mit einem einzigen Ziel: die Kosten für das Produktionsmittel Arbeitskraft, also die Löhne zu senken und dadurch die Profite der Kapitalisten zu erhöhen. Die Reaktion der bürgerlichen ArbeiterInnenpartei SPÖ fällt, gelinde gesagt, moderat aus. Bundeskanzler Christian Kern, nach seiner Zustimmung zum CETA Vertrag entgegen dem Abstimmungsergebnis der SPÖ-Basis auch als Umfallerkanzler bekannt – spricht sich zwar grundsätzlich gegen den 12-Stunden-Tag aus, erwähnt aber auch „Notwendigkeiten“, die aus der Wirtschaft kämen. Immerhin ist der 12-Stunden-Tag für Betriebe mit Gleitzeitvereinbarungen Teil des Koalitionsprogramms. Die ebenfalls darin enthaltenen Erleichterungen für die Gewährung einer sechsten Urlaubswoche scheinen hingegen vom Tisch zu sein.

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